Dass zum Osterfest jedes Jahr in der Abteilung «Confiserie» neue witzige, einfallsreiche «Schoggi-Hasen» entstehen, ist längst bekannt. Mit und ohne lange Ohren. Die jüngste Kreation schaffte es zeitlich gerade noch fürs Ostergeschäft. Bei diesem Sujet «America first» sind gewisse unübersehbare Ähnlichkeiten zur lebenden Person gewollt. Hans Leutwyler hat z.B. vor Jahren die Schweizer Bundesräte in Schoggi «gegossen» und persönlich in Bern überreicht, was dort sichtlich Freude auslöste. Ob dieser Mister mit dem blonden Haarschopf auch Freude macht? Bei den Kunden ganz sicher, denn ohne Schmunzeln wurde dieser spezielle «Osterhase» nie eingekauft. Beliebt sind sie alle, diese Figuren, vom traditionellen Osterhasen in allen Grössen bis zu den Fantasie-Kunstwerken aus feinster Schokolade. Bereits bis zum 25. März wurden über 5000 «Osterhasen» produziert. Darunter sind auch diverse Grossaufträge von Firmen, die ihren Mitarbeitenden oder Kunden auf diese Weise die Ostertage versüssen. www.leutwyler.ch/produkte/ schoggi-osterhasen/

Highlights – die uns freuten…

Hochzeitstorte «Die Torte war der Hammer. Danke nochmals.» A.A.
Berufswahl Gewerbe Küttigen organisierte einen Schülerbesuch für Interessierte am Bäcker-Konditorberuf in der Küttiger Backstube.
STV Reiden «Für die angenehme Zusammenarbeit (Turnervorstellung «Open Air Lusbärg») danke ich Ihnen ganz herzlich.» T.L.
HPS Zofingen (Projektwoche Gruppe Weiss) «Liebe Bäckerei wir freuen uns auf diesen Besuch. Vielen Dank und liebe Grüsse…»
Lebkuchenloki «Liebes Leutwyler-Team, mein Enkel und seine Kindergartengspänli hatten die Lebkuchenloki sehr gern und sie fand allgemein ganz grossen Anklang. Vielen, vielen Dank, dass sie mir meinen Wunsch erfüllt haben.» H.G.
Jubiläum 75 Jahre Stadtsaal/Musik & Theater «Am letzten Samstag haben wir ja mit grossem Erfolg dieses Jubiläum gefeiert. Die von Ihnen kreierte Torte war absolut toll, ja spektakulär. Herzliche Gratulation.» C.V. Auch die fantasievollen Cupcakes kamen gut an…
Heiratsantrag «Ich möchte mich bei Ihnen nochmals herzlich für die tolle und liebevoll gestaltete Torte bedanken, die Sie für meinen Heiratsantrag gemacht haben. Bei der Torte stimmte nicht nur die
Optik voll und ganz, sondern auch der Geschmack. Sie war sehr erfrischend und lecker. Und glücklicherweise hat meine «nun Verlobte» zu meinem Antrag «JA» gesagt.» C.K.
Grittibänzen «Gestern (6.12.16) haben wir über 3000 Bänzen hergestellt – und alle Bestellungen klappten fehlerlos! Uff…» (Meldung aus der Backstube)
Brotback-Kurs für Hausfrauen «Lieber Hans, habe eindeutig bei Dir was gelernt. Dinkel- und Roggenbrot hat funktioniert. Ich bin ganz glücklich.» C.D.
NOTABENE «Habe heute NOTABENE Nr. 27 erhalten. Sehr gut, innovativ. Macht weiter so. Ein KMU, das trotz viel Konkurrenz sich durch gute Leistung auf dem Markt auszeichnet und sich bestens behaupten kann. Das freut uns – eine sehr zufriedene Käuferschaft!» R. + H. A.
Give-away Eine grosse Firma aus dem Kanton Luzern hat eine spezielle Schoggi-Form herstellen lassen und bestellt jetzt laufend Schoggi-Geschenke.
Zukunftstag der Schulen «Ich möchte mich noch von meiner Seite aus ganz herzlich bedanken, dass J. bei Euch Backstubenluft schnuppern durfte! Sie kam sehr, sehr begeistert zurück und hatte viel zu erzählen. Danke herzlich Dir und auch dem Team für die unvergessliche Möglichkeit und die Betreuung, die J. geboten wurde!» C.W.
Lebkuchenduft «In diesem Jahr (2016!) durften sich unsere Kunden über ein speziell gut duftendes Geschenk freuen: ein vom Zofinger Bäcker Hans Leutwyler speziell für uns hergestellter Lebkuchen mit einer himmlischen Füllung. Die Vorderseite des Lebkuchens ziert unsere denkmalgeschützte Fassade vom Hauptgebäude, hergestellt aus Rollfondant.» C.T.

Wie wäre es mit einem von Hand gegossenen Schoggi-Herz – aus feinster Schweizer Milchschokolade hergestellt und mit Krokant bestreut? Der Preis ist Fr. 25.– (ohne event. Versandkosten), 200 g schwer. Das Herz können Sie in Zofingen oder Küttigen abholen. Gerne versenden wir das Herz auch direkt an Ihre Mutter.
Bestellungen müssen bis spätestens Mittwoch 20. Mai um 18.00 Uhr bei uns eingetroffen sein.

Wieviel Wert legen Konsumenten auf die Herkunft eines Produkts? Dieser Frage sind Forschende des Instituts für Customer Insight an der Universität St. Gallen (ICI-HSG) nachgegangen. Gemäss der Untersuchung suchen Verbraucher gerade in Zeiten der Globalisierung nach authentischen Produkten. Um das mögliche Potenzial von Regionalprodukten besser einschätzen zu können, bietet sich der Vergleich mit Bio-Produkten (Umsatz 2015 – 2,3 Milliarden Franken/Marktanteil 7,7 Prozent) an, heisst es in der Studie. «Die aktuellen Studien-Ergebnisse zeigen, dass Konsumenten heute Regionalprodukte (1,3 Milliarden des Food-Umsatzes in der Schweiz) bereits stärker suchen als Bio-Produkte», sagt Studienautor Dr. Stephan Feige zur Entwicklung.
Hans Leutwyler setzt schon seit Jahren im Einkauf auf regionale Produkte: Mehl aus Würenlingen AG, Eier aus Büron (Schwester von Silvia), Honig aus Strengelbach und Küttigen, Rhabarber, Zwetschgen etc. bringen oft treue Kunden aus ihren Gärten. Äpfel für die Apfelberliner am Zofinger Reutenmarktsind vom «Heitere», Kirsch kommt aus Eich (Bruder von Silvia), Schnaps für Truffes ist «Heitere-Brand», Küttiger Trauben sind mit Weinbrand aus Küttigen gefüllt, Safran für Pasta stammt aus dem Freiamt, biologische Haselnüsse aus Brittnau, Käse vom Chäslädeli (Roth) in Zofingen, etc. Allerdings gibt es im Aargau noch keine «Schokoladen-Bäume» – aber was aus der Kakao-Bohne in der Confiserie Leutwyler entsteht ist ein echtes Regional-Produkt. Noch ein anders gelagerter regionaler Aspekt: Biohof Schär in Brittnau und «Natur Konkret» lassen aus ihren Eiern Pasta bei Leutwyler für den Verkauf in ihren Läden herstellen.

Die beiden Produktionsstandorte Zofingen und Küttigen machten einen grösseren Transporter nötig, damit in beiden Ladengeschäften das volle Sortiment jeweils für die Kunden parat ist. «Wir haben dank dieser Anschaffung die Logistik jetzt voll im Griff», meint Hans Leutwyler.

Mit zu den meist gekauften Confiserie-Produkten bei Leutwyler zählen Truffes. Ein Dauerbrenner. Daher war es nahe liegend, nach einer Möglichkeit zu suchen, mit der die Produktion vereinfacht und damit beschleunigt, aber auch die Qualität und der ökonomische Gedanke gesteigert werden können. Matthias Mahr (Webmaster der Leutwyler-Homepage) brachte Crowdfunding ins Spiel. Er hatte im Internet diese 2012 gegründete grösste Crowdfunding-Plattform Europas entdeckt. Es ist eine neue Art der Finanzierung und gerade für KMU-Betriebe erdacht.

Wie funktioniert Crowdfunding?

Investoren (Privatpersonen) unterstützen eine Projekt-Idee mit variablen frei wählbaren Beträgen. Jenach Höhe des Betrages gibt es eine fest definierte Gegenleistung. Diese kann ideeler oder materieller Art sein. Ein fix definierter Gesamtbetrag muss erreicht werden, bevor die Gelder und somit auch die vereinbarten Gegenleistungen fliessen. Hans Leutwylers Idee und Zielvorgabe: Eine Abfüllmaschine für Truffes. Wer sich für die Aktion im Detail interessiert: www.wemakeit.comn/projekts/schoggi-truffes. In wenigen Tagen war die Zielsumme von Fr. 10‘000 nicht nur erreicht sondern um Fr. 2‘240 überbucht. 100 Unterstützer investierten in dieses Projekt und erhielten inzwischen die genau definierte und individuell ausgesuchte Gegenleistung von Hans Leutwyler. «Ich war selber überrascht, dass diese Sache so gut und so schnell funktioniert», erklärt der Kirch- platzbeck. «Wir können dank der Maschine 8 mal schneller produzieren, ohne Qualitätsverlust – im Gegenteil. Beim früheren Handabfüllen der Truffes schmolz manchmal die Schokolade – trotz Handschuhen – an den Berührungsstellen, Füllmengen waren schwierig zu kontrollieren, es blieben Restmengen etc. Jetzt ist jedes Truffes mit exakt gleichem Inhalt gefüllt, hat keine Schmelzstellen und vor allem können wir die grosse Nachfrage viel rascher befriedigen.» Das Echo war enorm, brachte spannende Kontakte aus der ganzen Schweiz, ja sogar aus Wien. Ein Truffes-Düftler aus Glarus bat Hans Leutwlyer um Neuentwicklung von Truffes-Rezepten im Sinn von «Glarner Spezialitäten». Fazit: Sympathie auf der ganzen Linie – und neue Kunden fernab von Zofingen gewonnen. Nur im Städtchen hingegen sah man die Sache teilweise anders. So kursierten wildeste Gerüchte, von Konkurs bis zu kein Geld mehr und wohl bald am Ende. Irrtum. Manchmal braucht es einfach etwas Mut, neue Wege zu gehen, Unkenrufen zum Trotz. Ganz Hans Leutwyler!

«Diese allgemeine Hetzjagd auf die Ausländer in unserem Land geht mir echt auf den Geist,» erklärt der leicht enervierte KMU-Unternehmer Hans Leutwyler. Er weiss von was er spricht, denn von seinem 40-köpfigen Team haben mehr als 1/5 Migrations-Hintergrund. Es ist ein buntes Völkergemisch aus Eritrea, Tibet, Balkanstaaten, Deutschland etc. «Immer weniger Schweizerinnen und Schweizer wollen mitten in der Nacht aufstehen und die Backstuben-Hitze auf sich nehmen – oder am Samstag oder Sonntagmorgen arbeiten? Und Brot & Co. lassen sich nun mal nicht «kalt» herstellen und wehe, es gibt um 7 Uhr oder schon früher nicht frisches Brot, Weggli & Co.» Um all diese durchaus berechtigten Kundenansprüche zu erfüllen ist Hans Leutwyler ganz stark auf seine «Ausländer» angewiesen. «Ich erlebe in unserem Team keine Animositäten oder gar Feindseligkeiten – im Gegenteil. Mein Eriträer Suleiman Mahmud ist ein wunderbarer Mensch, fröhlich, eissig, aufgestellt, dankbar und lernbegierig. Nichts ist ihm zuviel. Man spürt, dass er Freude an der Arbeit hat. Oder unsere Tibetanerin Pasang Phanghong Chokeyi, die schon seit Jahren bei uns zum Team gehört. Anfangs als Allrounderin und Putz-Fee. Wo Not an der Frau war, sprang sie ein, war immer pünktlich zur Stelle und mit Freude bei der Arbeit. Längst ist sie zur guten Stütze in der Backstube geworden.» Bescheiden, zuverlässig, still und ohne Tam-Tam erledigt sie die ihr zugedachten Arbeiten. Ganz schüchtern und vorsichtig fragte sie den Chef schon im Herbst, ob sie ab Weihnachten 6 Wochen zur Wallfahrt zum Dalai Lama fahren könne. Sie durfte! Denn Treue darf belohnt werden. «Sie hat auf dem Pilgerweg für uns gebetet und unser Bild immer bei sich getragen und alle Gebete in einem Heft aufgeschrieben und mir übergeben», erzählt Hans Leutwyler. Sei lediglich noch anzufügen, dass Beide sich sehr gut in deutsch verständigen können, ja sogar Dialekt-Versionen in den Sprachschatz Eingang gefunden haben. Wo ein Wille ist ein Weg – das gilt aber für beide Seiten.

Der heutige Schweizer Dinkelanbau verdankt sein Überleben u.a. einigen zähen Saatgutzüchtern aus Oberkulm/AG. Sie entwickelten vor über 100 Jahren das «Oberkulmer Rotkorn» – die ältere der zwei heutigen Ur-Dinkel-Sorten. Seither wir die Qualität des Getreides kontinuierlich verbessert und der Ertrag gesteigert. In der Oberkulmer Dorfchronik wurde 1910 festgehalten: «Das Ziel bestand darin, ein backfähiges, hochwertiges, standfestes und auch im Stroh befriedigendes Produkt zu züchten»: Die Mühe wurde belohnt. «Oberkulmer Rotkorn» kam an die Spitze der offiziellen Saatgutliste und gilt seither als Ur-Dinkel schlechthin (www.urdinkel.ch). Dinkelprodukte erleben heute bei den zunehmenden Weizen-Allergien einen regelrechten Boom. Dabei geht es nicht nur um das aus Weizen hergestellte Brot, sondern es besteht eine Fülle von Nahrungsmitteln, die in irgend einer Form «Weizen» enthalten (z.B. Suppen, Teigwaren etc.). Man müsste nur das «Kleingedruckte» lesen. Das ist auch eine Erklärung für die zunehmenden Weizen-Allergien. Hans Leutwyler hat sich schon lange für diesen Ur-Dinkel-Trend geöffnet, weil die daraus hergestellten Backwaren besonders wegen ihrer Bekömmlichkeit sehr beliebt sind. Zudem kommen sie dem Konsumenten-Bedürfnis nach einem unverfälschten «Ur-Getreide» entgegen. Dinkel ist ein eiweissreiches Getreide, dessen Mehl verschiedene Vitamine (B1, B6) und Mineralstoffe (z.B. Eisen, Magnesium, Phosphor) sowie hochwertige ungesättigte Fettsäuren – aber kein Cholesterin enthält. Der hohe Anteil an komplexen Kohlehydraten und Nahrungsfasern macht Dinkel zur idealen Ernähung für Figurbewusste und Sportler. Dank unverwechselbarem Eigengeschmack und vielseitig kulinarischen Eigenschaften ist UrDinkel auch bei den Gourmets im Trend. Dinkelkornbrot hat eine ganz unvergleichliche «Chuscht», ist ein sehr kompaktes, schweres Brot, das sehr lange frisch bleibt – und gilt zurecht als speziell gesund.

Das Leutwyler Angebot:
Graham-Dinkelbrot Mo. – Sa. Graham Dinkel ist ein sehr fein gemahlenes, daher bekömmliches Brot mit vielen Schalenteilen
– Graham-Brötli Mo. – So.
Aus dem gleichen Teig
– Feigenbrötli (Mo. – Sa.)
– Weisses Dinkelbrot (nur am Do.)

Ein Drittel der Lebensmittel werden in der Schweiz weggeworfen, was rund 2 Millionen Tonnen Nahrungsmittel pro Jahr entspricht. Das Zofinger Projekt «ChoschtBar» hat sich zum Ziel gesetzt, der Lebensmittel-Verschwendung mit konkreten Massnahmen entgegenzuwirken.

Am 1. April 2016 (kein Aprilscherz!!) wurde der Verein «ChoschtBar» in Zofingen gegründet. Ein fünfköpfiges Vorstands-Team, ergänzt durch weitere freiwillige Helferinnen und Helfer, kämpft gegen die in unserer Zeit so grassierende Lebensmittelverschwendung (Food Waste). «Seit Dezember 2016 sammeln wir in Geschäften und Restaurants Lebensmittel ein, die nicht mehr verkauft oder rechtzeitig konsumiert werden können und bieten sie an unserem Zofinger Standort Bifangstrasse 1 (vis-a-vis Bushaltestelle «Bifangstrasse» im Wellblechanbau hinter dem Selecta Automat) kostenlos an», so Viviane Hösli im Originalton. Der Zugang ist rund um die Uhr möglich. Bei Dunkelheit sorgt ein Bewegungsmelder für ausreichende Beleuchtung. Das Angebot steht allen interessierten Personen offen, unabhängig von Einkommen oder sozialem Status. Um den Zugangscode für das Zahlenschloss zu erhalten, ist eine entsprechende Anfrage an code@choschtbarzofingen.ch zu richten.

«Wir sind sehr dankbar für die sehr grosszügige Zusammenarbeit mit der Bäckerei Leutwyler. Ohne diesen «Lieferanten» hätten wir das Projekt gar nie starten können. Wir holen täglich jeweils nach Ladenschluss das nicht verkaufte Brot und Gebäck ab. Kühlprodukte sind ausgenommen», so Viviane Hösli. Hans Leutwyler ist über diese Lösung sehr glücklich, denn es tut ihm in der Seele weh, wenn Lebensmittel «entsorgt» werden müssen (Lebensmittelgesetz). Eine der heikelsten Aufgaben besteht darin, die vermuteten Verkaufsmengen für den nächsten Tag produktionsmässig richtig zu planen. Dazu kommt, dass «leere Regale» nach 18 Uhr Kunden meist gar nicht sympathisch finden. So liegt auf der Hand, dass sich Restbestände im Prinzip nie vermeiden lassen. «Für mich ist diese Idee eine verantwortungsbewusste Lösung, die ich voll und ganz unterstütze», so der Kirchplatz-Beck.

Wer sich im Detail über die «ChoschtBar», über Ort, Öffnungszeiten, Warenangebot, Freiwilligenhilfe, ihre «Regeln»etc. informieren will: www.choschtbarzofingen.ch

Die Idee mit dem «Fenster im Schaufenster» wollte anfangs nicht so richtig einleuchten. Was ursprünglich vorwiegend als Express-Schalter für Eilige für ein Sandwich, ein Weggli, ein Getränk – und im Sommer als Glacé-Ausgabestelle – gedacht, hat zwischenzeitlich den Benutzerkreis stetig erweitert. Auch klingeln nicht nur Frühaufsteher hier vor der offiziellen Öffnungszeit, wenn das Laden-Team bereits am Füllen der Regale ist. Vielmehr benutzen tagsüber RollstuhlfahrerInnen, Kunden mit Rollator, Mütter mit Kinderwagen, Hundebesitzer – die ihren Liebling nicht aus den Augen lassen wollen (in den Laden darf er bekanntlich nicht) – gern das «offene Fenster». «Wir schätzen das sehr,» meint Silvia Leutwyler, «denn Kinderwagen, Rollstühle, Rollator & Co. blockieren den Laden total, der trotz Umbau eben doch für die hohe Kundenfrequenz zu klein geblieben ist. Aber wir können das Altstadthaus nicht breiter machen,» sagt Silvia lachend. Die Anfangs eher skeptisch beäugte Fensterlösung hat sich somit inzwischen zu einer beliebten und äusserst hilfreichen Einrichtung entwickelt, die das Laden-Team und ein gewisser Kundenkreis nicht mehr missen möchten.

Etwa 12% der EU-Bevölkerung leiden darunter. Die Symptome: Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung. Ein anerkannter Therapie-Ansatz besteht darin, die Aufnahme von kurzkettigen Zuckern wie Fructose, Lactose, Galaktane und Fruktane sowie Zuckeralkohole zu reduzieren. Doch ist es schwierig, auf diese Stoffe zu verzichten, da sie in sehr vielen Lebensmitteln vorkommen. Besonders die Fruktane im Weizenbrot bereiten vielen Reizdarmpatienten Probleme. Warum das so ist, haben nun Forscher der Universität Hohenheim/D herausgefunden.

Obwohl die Urgetreide Emmer, Dinkel und Durum etwas weniger der kurzkettigen Zucker enthalten als Weizen (Einkorn enthält dagegen sogar mehr), lassen sich die Unterschiede bei der Verträglichkeit damit nicht erklären. Der Grund liegt vielmehr in der Art der Zubereitung.

Längere Triebführung ergibt verträglicheres Brot

Die höchsten Zucker-Mengen weisen die Teige bei allen Getreidesorten nach einer Stunde auf. Nach viereinhalb Stunden sind selbst im Teig aus Brotweizen nur noch zehn Prozent der problematischen Zucker enthalten. Die Getreidesorten selbst sind also nicht entscheidend.
Das Problem ist dem Kirchplatzbeck sehr wohl bekannt. Daher bietet Leutwyler nicht nur häufiger Brot aus Urgetreide an, sondern vor allem dauert bei ihm die Brotbereitung (Teigführung) länger. Beim «Baguette» z.B:, das nur am Samstag angeboten wird, dauert die Teigführung 48 Stunden, was sich vorab auf den Geschmack positiv auswirkt, aber nicht minder auf die bessere Verträglichkeit. Damit sind die meisten der Beschwerden verursachenden Bestandteile im Brot bis zum Backen bereits abgebaut. Grossbäckereien dagegen verwenden nicht nur häufiger Weizenmehl für die Brotherstellung, sondern sie backen ihre Teiglinge meistens schon nach einer Stunde Gehzeit – denn Zeit ist bekanntlich Geld. Die z.T. noch beigefügten Zusatz-Mittel, welche die Beschleunigung unterstützen oder die fehlende Gehzeit ausgleichen sollen, machen das Gebäck kaum gesünder. Erst kürzlich hat die TV-Sendung «Puls» diese Problematik mit dem Enzym-Abbau thematisiert. Viele Unverträglichkeiten haben hier ihre Ursache. Ein Grund mehr also, sein Brot beim Bäcker des Vertrauens um die Ecke zu kaufen, denn länger gebackenes Brot ist nachweisbar verträglicher. (Quellenangabe: A. Vogel Gesundheits-Nachrichten)

Aufback-Brot ist doch so knusprig und duftet so fein!

Stimmt! Aber wir wollten von Hans Leutwyler wissen, wie sich der Zuckerabbau dann bei den nicht nur an Tankstellen + Co. angebotenen «ofenfrischen Broten» verhält. «Viele grössere Unternehmen backen ihre Gebäcke nicht mehr fertig, damit sie Schock tiefgekühlt werden können. Das bietet die Möglichkeit, z.B. in den bestehenden Verkaufsstellen nach Bedarf die Gebäcke kurz zu regenerieren – sprich fertig zu backen. Das Brot ist auf den ersten Blick knusprig und riecht so fein. Der aber vorher frühzeitig abgebrochene Backprozess stoppte den wichtigen Abbau von Enzymen im Teig und die nachträgliche kurze Aufbackzeit reicht nicht, um ihn wieder in Gang zu setzen. Es ist erwiesen, dass dieser Effekt dafür verantwortlich ist, dass viele Konsumenten Blähungen, Darmprobleme etc. bekommen. Ich denke, das leuchtet ein und jeder muss für sich selber entscheiden, ob er seinem Körper und speziell seinem Darm etwas Gutes tun will – oder das Risiko der möglichen Beschwerden in Kauf nimmt.» 

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