Weltweit wird Plastik zum grossen ökologischen Problem. Selbst die Weltmeere «leiden». Wir müssen daher bewusster und vor allem sparsamer mit Plastik-Material umgehen. Grossverteiler haben bereits die Gratis-Abgabe von Plastik-Tragtaschen aufgehoben. Wir werden daher ab Oktober ebenfalls für die Abgabe 20 Rappen einfordern. Danke

Für seine unerschöpfliche Kreativität hat sich «Maître Confiseur» schon längst einen Namen gemacht. So entstanden in den letzten Jahren viele köstliche und beliebte Confiserie-Produkte, die weit über die Region hinaus bekannt und begehrt sind. Doch Hans Leutwyler ruht nicht gern auf Lorbeeren aus. So wird er die Kundschaft zur Advents- und Weihnachtszeit mit zwei neuen verführerischen Kreationen überraschen. «Für den Advent möchten wir einen Advents-Kalender aus Schoggi kreieren», verrät der Chef. Und für Weihnachten? «Da will ich das Geheimnis noch nicht ganz lüften. Es wird etwas Quadratisches aus feiner Schoggi sein, natürlich angereichert mit Nüssen oder anderen beliebten Knabber-Zutaten. Klein aber fein ist die Vorgabe. Natürlich darf auch eine schöne Verpackung nicht fehlen, damit das ganze als Weihnachts-Geschenk nicht nur inhaltlich sondern auch optisch Freude macht». Neugierig geworden? Diesmal müssen Sie sich noch etwas gedulden….

Highlights – die uns freuten…

Rahmkirschtorte Schon zum zweiten Mal durften wir für eine regionale Bank 600 Stück dieser süssen Versuchung herstellen.
Zopf Ein Kunde aus der Region Küttigen hat über 700 Stück bestellt. Auslieferung klappte wunschgemäss.
Grittibänzen Die Produktion der 2000 Stück für die SBB auf den Samichlaus-Tag war für unsere Backstube eine echte Herausforderung.
Halbe Tonne Weihnachts-Konfekt Wir sind stolz, dass wir diese von einem Kunden in der letzten Adventszeit bestellte Menge ohne zusätzliches Personal und in gewohnter Frische und Qualität herstellen konnten.
Hochzeits-Torte «Mein Mann und ich bedanken uns ganz herzlich für die wunderbare Torte, die Sie und Ihr Team für unsere Hochzeit gemacht haben. Sie war einfach wunderbar! Optisch und geschmacklich einfach ein Hit und auch die Grösse war ideal. Beste Grüsse P. + E.L.»
Advents-Kalender Auch ein «Lastminute-Auftrag» für einen tollen Advents-Kalender aus Schokolade war uns geglückt, auch wenn das Erstellen der Grafik, der Druck der passenden Verpackung und die Herstellung der vielen handdekorierten Schoggi-Stängeli nur in allerletzter Sekunde gelang. Das Feedback des Kunden: «Ich möchte mich nochmals recht herzlich bedanken, dass Sie unsere Idee mit dem Adventskalender so toll und mit Liebe zum Detail umgesetzt haben. Unsere Geschäftspartner wie auch unsere Kollegen intern haben sich so sehr darüber gefreut… war richtig schön, die Reaktionen zu sehen/zu hören. Tausend Dank – tolle Idee, toll umgesetzt. Beste Grüsse C.S.»
«Heitere Open Air» Der Tausende nach Zofingen lockende Event ist für uns jedes Jahr eine absolute Herausforderung, dem sich unser Team stellt, aber auch an seine Grenzen stösst, trotz Unterstützung durch zusätzlich 20 Temporär-Mitarbeitende. Unser Stand am Zeltplatz war ab Dienstag offen, von Donnerstagmorgen bis Sonntag sogar 24 Stunden durchgehend. Die komplexe Organisation hat unsere Tochter Olivia mit Bravour gemeistert. Bester Beweis: viele zufriedene Gesichter auf dem Heitere.
«Choschtbar» Ein Kind bedankte sich mit einer herzigen Zeichnung dafür, dass man in der «Choschtbar» in Zofingen so feine Brötli holen dürfe.
NOTABENE «Mit etwas Verspätung – aber mit grossem Interesse habe ich als mehr oder weniger regelmässiger Kunde in Küttigen heute die Nr. 28 studiert. Besonders interessant fand ich den Bericht «Reizdarm-Syndrom». Dass die längere Triebführung verträglicheres Brot ergibt, ist ja nicht total neu; ich hoffe einfach, dass die Bäcker sich wirklich danach richten. Für einen solchen Qualitäts-Unterschied bin ich bereit, etwas mehr zu zahlen als beim Grossverteiler. Wünsche Ihnen und Ihrem Betrieb weiterhin viel Erfolg und grüsse Sie freundlich P.H. aus K.»
Geburtstags-Torte «Wir möchten uns nochmals recht herzlich für eure bezaubernde und mega feine Torte für Marlena bedanken. Sie hatte riiiiiesen Freude und machte kugelrunde glitzernde Augen. Herzlich Familie M.L.»
Osterhasen Ein Zofinger Traditions-Unternehmen überraschte seine Kunden mit Hasen im CMYK-Design mit den Geschmacks-Sorten Cassis, Himbeer, Maracuja und Mokka. «Sie sehen nicht nur himmlisch aus, sondern schmecken auch entsprechend», hiess es im Begleitschreiben. Keine leichte Aufgabe, die Druckfarben ohne «Chemie», d.h. lebensmittelgerecht herzustellen.

Seit Anfang Jahr arbeitet Martin Sparhuber als Leiter der Produktion und Chef-Stellvertreter in der Bäckerei Leutwyler. Er brachte nicht nur viel Erfahrung, Führungs- und Fach-Kompetenz mit, sondern liess auch zwei neue süsse Produkte ins Sortiment einfliessen, die inzwischen sehr beliebt sind und jetzt in Zofingen und Küttigen grossen Anklang finden. Plunder: Die Herstellung erinnert an Blätterteig, jedoch ist dies ein besonders edler Hefeteig. In verschiedenen Formen mal rund, eckig oder als Stange werden die Köstlichkeiten je nach Saison mit Vanillecreme, Nuss- oder Mandelfüllung oder (der neue Verkaufsschlager) mit Mohnfüllung angeboten – ob zum Znüni, als Dessert oder zum Nachmittagskaffee – Plunder schmeckt immer. Der Quarkstollen bekommt eine Teigruhe von ca. 24 Stunden. Dies fördert seine Geschmacksentwickung. Durch Zugabe von Speisequark wird der Stollen besonders saftig und bekommt eine softe und feuchte Struktur. Eier und Butter runden das Geschmackserlebnis ab.

Seit Mitte Mai 2018 arbeitet Fabienne Hintermann (1998) aus Gretzenbach in der Bäckerei Leutwyler. Sie schloss die 2 Jahre dauernde EBA-Lehre (Detailhandels-Assistentin) in einer Bäckerei im Sommer 2017 ab. Da sie keine passende Stelle fand, jobte sie, um etwas Geld zu verdienen. Der in Zofingen wohnenden Grossmutter kam plötzlich die Idee, bei «ihrem Beck» nachzufragen, ob man an einer jungen, flinken Verkäuferin interessiert wäre. Und das war man, denn ihr Wohnort Gretzenbach erleichterte einen Einsatz an beiden Standorten. Jetzt hilft Fabienne als «Springerin» da, wo es personell ein Loch zu stopfen gilt. Zwar ist die Fahrt mit dem ÖV nach Zofingen etwas kompliziert, aber der hoffentlich bald erworbene Führerschein würde die Situation entschärfen. «Ich liebe die Backstuben-Atmosphäre, die Genuss anregenden Produkte. Luzerner Sauerteigbrot, Buurebrot, Pain Paillasse sind meine Lieblingssorten, denn ich mag das Rustikale. Deshalb wollte ich auch weiterhin in dieser Branche arbeiten,» erklärt Fabienne. Der tägliche Kontakt und der empathische Umgang mit vielen Menschen sind ihr sehr wichtig. Da sie die Abwechslung liebt, ist auch der jeweilige Laden-Wechsel kein Problem. «In Zofingen sind Stress-Zeiten am Morgen und über Mittag programmiert, aber ich kann gut damit umgehen. Hingegen verläuft das Geschäft in Küttigen ausgeglichener», ergänzt die «Springerin». «Ich fühle mich in beiden Laden-Teams wohl. Man wird umfassend informiert, gut geführt und es herrscht eine betont menschliche Atmosphäre. Weil ich das «flinke Arbeiten» liebe, kommt mir manchmal meine Ungeduld etwas in die Quere. Doch ich weiss mich zu zähmen, und der Kunde bekommt nichts davon mit.» Fabienne ist auch offen, sich beruflich noch weiterzubilden und meint: «Man muss ja ein Ziel im Leben haben»!

Am 1. Juni startete Melanie Schuchardt (1986) als Laden-Chefin in Zofingen. Für die in Homburg/Saar aufgewachsene Bäckerei-Fachverkäuferin bedeutete das keine neue Aufgabe, führte sie doch bereits zwei Jahre den Laden eines Berufs-Kollegen in Wettswil a.A. Der gab diese Filiale auf und empfahl dem Kirchplatz-Beck seine kompetente Mitarbeiterin und rannte damit «offene Türen» ein, denn man suchte am Kirchplatz nach einer solchen personellen Lösung. Melanie Schuchardt begann 2003 in Homburg ihre Lehre in einer Bäckerei mit 60-jähriger Familien-Tradition und arbeitete dort bis zum Umzug in die Schweiz (der Liebe wegen!!) im Jahr 2011. Eigentlich wollte sie Dekorateurin lernen, aber das hätte damals einen Wegzug vom Elternhaus bedeutet. Das wollte die 16-Jährige nicht. «Ich kann mir heute nicht vorstellen, dass ich in diesem Beruf glücklich geworden wäre, denn ich brauche den regen Kontakt mit Menschen und habe zudem während der Lehrzeit die Branche sehr schätzen und lieben gelernt. Meine kreative Ader kann ich bei der Schaufenster-Gestaltung und der Waren-Präsentation im Laden ausleben», meint Melanie. Nach der ersten Stelle in der Schweiz (Bäckerei Studler, Seengen) wechselte sie in die Bäckerei Haas in Oberlunkhofen bzw. als Verkaufs-Leitung (deutsche Berufsbezeichnung) in die Filiale Wettswil a.A. Seit 1.9. wohnt Melanie mit ihrem Partner, der in Aarburg arbeitet, in Oftringen und damit ist der zwei mal 45 Minuten dauernde Arbeitsweg endlich auch Geschichte. «Ich habe ein homogenes Team vorgefunden. Es ist ein praktisches und herzliches Miteinander. Schon in der Probezeit habe ich mich sofort wohl gefühlt», und das strahlende Gesicht löscht alle Zweifel. Die Arbeitspläne fürs Laden-Personal erstellt Silvia Leutwyler. Aufgaben wie Verpackungsmaterial beschaffen, Bestellungen überwachen, praktische und optisch gute Warenpräsentation pflegen, Schaufenster gestalten etc. sind Melanie’s Verantwortungsbereich. Doch der Fokus gilt dem Kunden: «Wenn ein Kunde mit zufriedenem Gesicht oder sogar lächelnd den Laden verlässt, dann macht mich das glücklich. Macht er ein missmutiges Gesicht, habe ich wohl etwas verkehrt gemacht. Grundsätzlich bin ich ein positiv eingestellter Mensch. Nichts bringt mich aus der Ruhe. Gute Laune ist mein Normalzustand. Bei zum Glück seltenen Ausnahmen nehme ich die Schauspielkunst in Anspruch. Volle Aufmerksamkeit, Wertschätzung, Freundlichkeit und ein von innen kommendes Lächeln hat der Kunde verdient. Wir pflegen ja – trotz der hohen Kunden-Frequenz – keinen herzlosen Massenbetrieb, sondern wollen ein persönlich geprägtes Vertrauensverhältnis zum Kunden aufbauen», resümiert «Kontroll-Freak» Melanie, die lieber zweimal in die Backstube rennt, um ganz sicher zu sein, dass z.B. die Einschaltzeit beim Ofen richtig programmiert ist.

Hans Leutwyler traf sie zufällig, als sie «körbeweise» in der Filiale Küttigen einkaufte – die Inderin Uma Panigrahi. Unweigerlich folgte ein interessantes Gespräch, das mit der Zusage endete, beim nächsten NOTABENE gern mitzumachen und ihre Einkaufs-Erfahrungen mit der Leserschaft zu teilen. Sie schreibt: «Ich kaufe Brot von Leutwyler, um meinen Freunden in Genf etwas aus der Region zu schenken (on ne peut pas aller les mains vides voir ses amis – man kann nicht mit leeren Händen zu Freunden gehen). In Genf kaufe ich spezielle Pralinés und andere Köstlichkeiten, die ich hierher bringe und mit Nachbarn teile. Die Genfer meinen, die Leutwyler-Pralinés seien besser als die von Genf. Die Leute hier wollen immer Genfer Schokolade. Diesen kulturellen Austausch habe ich vielleicht von meiner Mutter geerbt. Ich bin ursprünglich aus Indien mit meinen Eltern als Kind in die Schweiz gekommen.Meine Mutter war die Direktorin von Air India und dem indischen Tourismusbüro in Genf. Sie musste immer Schweizer Schokolade für indische Minister und deren Mitarbeiter bringen und hat mit Seidenkrawatten und Kaschmir-Produkten aus dem indischen Heimatkunstwerk bei Journalisten Werbung für Indien gemacht. Cet échange culturel m’a accompagné tout au long de ma vie.Ich habe 30 Jahre lang in Genf bei der Firma DuPont de Neomurs gearbeitet. Im Januar 2016 habe ich Genf verlassen und bin nach Küttigen umgezogen. In dieser Zeit hat Herr Leutwyler die Bäckerei Steiner übernommen (unsere Mietwohnung war dort). Im Mai 2016 war Aufrichtefest unseres neuen Hauses mit ca. 30 Personen, und alle Kuchen/Torten etc. wurden bei Leutwylers bestellt. Die ganze Truppe hat die Schwarzwälder Torte begeistert. Zufällig hat unser Architekt, Georges Jauslin, die Bäckerei Leutwyler in Zofingen renoviert und vor unserem Baubeginn hat er uns nach Zofingen mitgenommen, um diese Bäckerei als Referenz zu zeigen. Ich muss ehrlich sagen, die Torten waren sehr frisch, lecker und auch mit den besten Zutaten hergestellt. Da ich selber viel backe, kann ich das gut beurteilen. Ich war sehr froh, dass Leutwylers in Küttigen die bestehende Bäckerei übernommen haben. Seitdem bin ich eine gute Kundin und kaufe dort Brot für meine Freunde in Genf, die meinen, dass das Brot aus Küttigen – mit Jurapark-Wasser hergestellt – einen besseren Geschmack als Genfer Brot habe.»

Das gilt in der Backstube allerdings nur für den Teig, nicht für das emsig arbeitende Backstuben-Team. Doch von aussen wird das oft anders wahrgenommen. Wenn eine Brotsorte schon am Mittag ausverkauft und nicht nachproduziert oder eine grössere
Lieferanfrage nicht per «Knopfdruck» realisiert werden kann, liegt das nicht am Personal, sondern am Teig. Eine Tatsache, die oft zu wenig bekannt ist und mit Kopfschütteln quittiert wird. Würde ja schliesslich Umsatz bringen – oder? Nur nebenbei bemerkt: Etwas vom Schwierigsten ist, den aktuellen Tagesbedarf viele Stunden vorher abzuschätzen. Da helfen oft alle Erfahrenswerte nichts. Und am Abend sollte ja nicht haufenweise Brot übrig bleiben… Warum also nicht kurzfristig einfach nachbacken? Es wäre grundsätzlich möglich, wenn der Brotgenuss für die Kundschaft ignoriert würde. Aber als der Qualität und genussreichen Produkten verpflichtetes KMU ist das für das Leutwyler-Team keine Lösung.

Die Gärzeit «macht» die Qualität

Das äusserst beliebte «Baguette Française» wird insgesamt über 72 Stunden!!! gegärt. «Wir stellen am Freitag einen Vorteig her. Daraus fertigen wir am Samstag dann den Baguette-Teig. Die Brote werden geformt und bis Sonntag ungebacken im Kühlschrank gelagert. In dieser Zeit kann der Teig sich entwickeln. Es bilden sich Milch- und Essig-Säuren, welche für ein rundes Aroma nötig sind,» erklärt Hans Leutwyler. «Unser Luzernerbrot wird mit einem Grundsauerteig angesetzt. Dieser muss über mehrere Tage «gezüchtet» werden und kann dann – wenn er einmal fertig ist – immer wieder verwendet werden, sofern er richtig aufgefrischt und gelagert wird. Macht man hier einen Fehler, übersäuert das Produkt und ist unbrauchbar. Um ein gleich bleibendes Volumen zu bekommen, wird zum Beispiel dem Luzerner-Teig eine minimale Menge Hefe zugesetzt. Das ist im Sommer ein halbes Gramm auf 2700 Gramm Mehl, Im Winter können es dann je nach Kälte bis zu 2 Gramm sein. Der Teig wird ebenfalls gut 16 Stunden vor dem Backen geknetet.» Buure-, Sonnen-, Tessiner und andere Spezial-Brote sowie das Ruch- und Halbweissbrot werden immer am Morgen des Vortages hergestellt und dann ebenfalls 14 bis 16 Stunden in einem kontrollierten Temperatur-Bereich gegart. Dann wird die Gärung gestoppt und später wieder angeregt. Der Vorteil dieser Methode ist eindeutig die Qualität. Es können sich Säuren bilden, die eine natürliche längere Haltbarkeit bewirken. Auch werden die Teige schonend und vorsichtig geknetet. So kann das Mehl optimal Wasser aufnehmen, was längere Frischhaltung bewirkt. Generell ist diese Herstellungspraxis sehr heikel. Ist ein Gewitter im Anzug, kann es sein, dass die Hefe-Aktivität viel höher ist als geplant. Wenn der Bäcker dann nicht vorausschauend arbeitet, gehen die Teige zu stark auf und fallen zusammen oder übersäuern. «Damit ist auch erklärt, warum kurzfristige Bestellungen für uns immer zusätzlichen Stress bedeuten, denn wir müssen dann neue Teige herstellen, bei denen die lange Gärdauer nicht mehr gewährleistet ist. Also mehr Aufwand und häufig ein uns und wohl auch den Kunden weniger befriedigendes gutes Ergebnis. Die Qualität leidet!» So der Chef im Originalton.Auf diesem Hintergrund wirkt ein Werbespot, der verkündet, dass statt einer Stunde der Teig sechs Stunden ruht, fast lächerlich. Und auch der betonte Hinweis, dass Brot auf Steinplatten gebacken wird, ist keine Sensation, sondern Normalfall, denn Backöfen werden in den meisten Fällen so gebaut. Fazit: Leutwyler-Produkte haben weit mehr «Ruhezeit» als nur 6 Stunden und fast alle Brote werden auf Steinplatten gebacken. Für Brotfabriken sieht das natürlich wieder ganz anders aus. Dort gilt es – durch unnatürliche Zusätze unterstützt bzw. überhaupt ermöglicht – eine kurze Produktionszeit zu erreichen. Merken Sie den kleinen Unterschied? «In der Ruhe liegt die Kraft». Das darf die Bäckerei Leutwyler im Blick auf ihre Produkte mit Fug und Recht für sich in Anspruch nehmen.

Seit der Eröffnung der Filiale in Küttigen sind fast zweieinhalb Jahre vergangen. Gefühlsmässig war es für uns erst «vorgestern». Die Produktion in zwei Backstuben hat sich bewährt. Sie bedeutet für das Bäcker-Team mehr Bewegungsfreiheit und damit auch effizienteres und stressfreieres Arbeiten. Die Logistik hat sich gut eingespielt und die Warentransporte stellen – von Ausnahmen abgesehen – keine spezielle Herausforderung mehr dar. Die mit den vielseitigen Veränderungen einhergehende Unruhe und auch Unsicherheit im gesamten Team hat auf allen Ebenen und in allen Arbeitsbereichen – Produktion Bäckerei-Konditorei, Confiserie und in den Läden – einer harmonischen, empathischen Atmosphäre Platz gemacht. Wir sind stolz auf unser homogenes Team, das die Herausforderungen annahm, kräftig anpackte, sich neu orientierte und gegenseitig in die Hand arbeitet. Zudem gab es durch neue, junge und hoch motivierte Mitarbeitende Verstärkung, was bei einem total ausgetrockneten Arbeitsmarkt in unserem Segment keine Selbstverständlichkeit ist. Silvia und ich können nicht mehr alle Führungsaufgaben alleine bewältigen. Wir lernten delegieren und dem Team mehr Vertrauen schenken. Strukturen wurden entsprechend angepasst und optimiert. Wir sind mehr und mehr bei der Grösse der Aufgaben und rund 40 Mitarbeitenden dankbar für unsere engagierten und professionellen Kaderleute. Der «Chef» ist nach seiner Auszeit wieder (fast) voll da. Auch Silvia musste nach langwieriger Krankheitszeit lernen, mit gewissen körperlichen Einschränkungen umzugehen. Das bedeutet für uns Beide, ab und zu «Herzenswünsche», Präsenz bei Veranstaltungen oder Lieferanfragen aus zu lassen – so nach dem Motto: «Weniger ist manchmal mehr». Am meisten aber freut uns, dass unser grosser Kundenkreis in Zofingen und Küttigen in diesen «Wechseljahren» uns die Treue hielt, ja sogar sich noch erweiterte. Es ist unser stetes Bemühen, durch Qualitätsprodukte, facettenreiche, spannende Angebote, flexibles und empathisches Handeln auf allen Ebenen das uns geschenkte Vertrauen zu rechtfertigen.

Dass zum Osterfest jedes Jahr in der Abteilung «Confiserie» neue witzige, einfallsreiche «Schoggi-Hasen» entstehen, ist längst bekannt. Mit und ohne lange Ohren. Die jüngste Kreation schaffte es zeitlich gerade noch fürs Ostergeschäft. Bei diesem Sujet «America first» sind gewisse unübersehbare Ähnlichkeiten zur lebenden Person gewollt. Hans Leutwyler hat z.B. vor Jahren die Schweizer Bundesräte in Schoggi «gegossen» und persönlich in Bern überreicht, was dort sichtlich Freude auslöste. Ob dieser Mister mit dem blonden Haarschopf auch Freude macht? Bei den Kunden ganz sicher, denn ohne Schmunzeln wurde dieser spezielle «Osterhase» nie eingekauft. Beliebt sind sie alle, diese Figuren, vom traditionellen Osterhasen in allen Grössen bis zu den Fantasie-Kunstwerken aus feinster Schokolade. Bereits bis zum 25. März wurden über 5000 «Osterhasen» produziert. Darunter sind auch diverse Grossaufträge von Firmen, die ihren Mitarbeitenden oder Kunden auf diese Weise die Ostertage versüssen. www.leutwyler.ch/produkte/ schoggi-osterhasen/

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